Als „Kleine Hageln“ werden die Grundstücke an der Oberkirchengasse/Sellnergasse/Hauptstraße (nahe des Gainfarner Schlosses) in den alten Ortsplänen bezeichnet.
Eine Grundfläche von 12.600 m² soll mit 6 vier-geschossigen Wohnblöcken (72 Wohneinheiten) und 112 Parkplätzen maximal verbaut werden. Der Bau stellt einen massiven Eingriff in die Struktur und den Charakter der Umgebung dar und beeinflusst das Ortsbild und Verkehrsaufkommen in der „Kurparkregion“ enorm.
Bad Vöslau 2018-2023: Gemeinderat ebnet mit den Stimmen der Liste Flammer über viele Jahre hinweg den Weg für ein lukratives Großbauprojekt zugunsten der Eigentümerin, der G. Grasl GmbH. Ein rechtswidrig geplantes Projekt wird nachträglich durch die Abänderung der Raumordnung, insbesondere des Flächenwidmungsplanes, sowie durch die (jahrelange) Unterlassung einer – eigentlich verpflichtenden – Rückwidmung in Grünland „saniert“. Der Gemeinderat verweigert weiterhin mit den Stimmen der Liste Flammer die Rückwidmung in Grünland, obwohl diese schon seit 2001 verpflichtend umzusetzen gewesen wäre. Er beruft sich dabei auf eine zukünftige Gesetzesnovelle, die der Gemeinde mehr Gestaltungsspielraum zugesteht, sodass eine Widmung in „Parkplatz privat“ möglich ist.
Ohne die nach dem Wettbewerb vorgenommene Anhebung der Bebauungshöhe, Anpassung der Bebauungsdichte und Aufhebung der Baufluchtlinie, sowie ohne die unterlassene Rückwidmung des Parkplatzgrundes in Grünland wäre ein Bauprojekt in dieser Größenordnung gar nicht erst möglich!
Es scheinen politische und berufliche Verflechtungen von involvierten Personen zu bestehen, die aufgearbeitet werden sollten. Diese widersprechen dem Verhaltenskodex für Stadt- und Gemeinderäte.
Auf ihrer Homepage wirbt die Liste Flammer mit den Slogans: „Wir übernehmen Verantwortung“, „Die Mitglieder aus allen drei Ortsteilen bringen ihr Wissen und ihre Erfahrung aus dem eigenen Beruf und dem persönlichen Lebensbereich ein. Gemeinsam treffen wir Entscheidungen, um Bad Vöslau noch lebenswerter zu machen.“ In der Realität erscheint es uns fraglich, ob berufliches Fachwissen und Beziehungen zuvorderst für das Interesse der Bevölkerung eingesetzt werden. Wird Bad Vöslau durch dieses Bauvorhaben tatsächlich lebenswerter?

Wir fordern den Gemeinderat der Stadtgemeinde Bad Vöslau auf,
- eine unabhängige Überprüfung des Großbauprojekts auf dem Gainfarner Grundstück „Kleine Hageln“ und der damit zusammenhängenden Handlungen von Gemeindeorganen durchführen zu lassen!
- die rechtswidrig unterlassene Umwidmung der Verkehrsflächen in Grünland nachzuholen!
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